Mobilität

Erst eine sinnvolle Verkehrserschliessung ermöglicht die Entwicklung von Salina Raurica. Die seit 2019 laufende Verlegung der Kantonsstrasse vom Rhein in Richtung Autobahn schafft einen durchgängigen Raum, der bis zum Fluss hinunterreicht. Neben der bestehenden S-Bahn-Haltestelle ist eine Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst in Planung. Der öffentliche Verkehr wird an Knoten aufeinander abgestimmt.

Die geplante Entwicklung von Salina Raurica ist auf reibungslose Verkehrsabläufe angewiesen. Ein umfassendes Mobilitätsmanagement wird dafür sorgen, dass die Infrastrukturen effizient genutzt werden und sich der Verkehr möglichst energiesparend und umweltschonend abspielt. Während beispielsweise mit der Verlängerung der Tramlinie 14 auf der Angebotsseite versucht wird, eine hohe Nutzung des öffentlichen Verkehrs in Salina Raurica zu erreichen, zielt das Mobilitätsmanagement mit verschiedenen Massnahmen darauf ab, die Nachfrageseite der Mobilität und das Mobilitätsverhalten in eine effiziente und umweltschonende Richtung zu steuern.

 

Die S-Bahn Haltestelle Salina Raurica ist seit 2008 in Betrieb. Sie ist eine wichtige Infrastrukturergänzung für die Verkehrserschliessung von Salina Raurica und trägt wesentlich dazu bei, die Ziele des hohen ÖV-Anteils zu erreichen.

Seit den ersten Entwicklungsüberlegungen stellt die Erschliessung die bedeutendste Herausforderung in Salina Raurica dar. Zwischen den beiden Autobahnanschlüssen Pratteln und Liestal gelegen, ist die Erreichbarkeit mit dem Auto sehr gut, wobei ein Augenmerk auf die hohe Auslastung des Strassennetzes in diesem Raum gelegt werden muss.

Verlegung der Kantonsstrasse
Ein Schlüsselprojekt der Verkehrserschliessung ist die Verlegung der Rheinstrasse. Die Strasse selber soll keinen Mehrverkehr anziehen. Sie hat aber die Aufgabe, den erwarteten Verkehr aufnehmen zu können. Die Infrastruktur muss vorausschauend auf die Entwicklungen abgestimmt sein. Die Planung sieht vor, dass die Kapazität der neuen Kantonsstrasse in zwei Etappen dem wachsenden Grad der Bebauung des Areals angepasst werden kann.

Statt dem Rheinufer entlang wird die Kantonsstrasse weiter südlich verlaufen, parallel zur Autobahn. Dies erlaubt es, das Bauland optimal zu erschliessen und entlastet die bestehenden wie auch die neu entstehenden Quartiere in Pratteln und Augst vom Durchgangsverkehr. Die Rheinstrasse wird zu einer Achse für den Fuss- und Veloverkehr rückgebaut. Sie wird in eine Naherholungszone eingebettet sein, da mit dem Strassenprojekt eine ökologische Aufwertung entlang der Verkehrsachsen verbunden ist.

Die Kosten für Projektierung und Bau (Neubau/Rückbau) bewegen sich in einer Grössenordnung von 71 Mio. CHF. Das Projekt ist seit August 2018 rechtskräftig.

Die Neubaustrecke, die den Namen Rauricastrasse tragen wird, misst etwa 2.4 Kilometer. Sie biegt hinter der Coop-Verteilzentrale von der Rheinstrasse ab, folgt der Autobahn A2, unterquert die Kraftwerkstrasse und die SBB-Unterführung und schliesst mit einem Kreisel an die Frenkendörferstrasse an. Die Kreisel «Zurlinden» und «Lohag» stellen im Areal den Anschluss an das zukünftige Strassennetz der Gemeinde Pratteln sicher. Entlang der neuen Kantonsstrasse wird ein ökologischer Vernetzungskorridor inklusive Klentierdurchlässen geschaffen. Sobald die neue Strasse in Betrieb ist, kann die Rheinstrasse auf einer Länge von ca. 1.8 Kilometern zurückgebaut und dem Fuss- und Veloverkehr übergeben werden.

Aktueller Stand
Die vorbereitenden Bauarbeiten zur Verlegung der Kantonsstrasse haben im September 2019 begonnen. Vor dem eigentlichen Strassenbau sind Bodenschichten abgetragen worden. Diesen Erdbewegungen folgt der Aushub für Leitungen, Schächte sowie das Fundament der Strasse. Bereits eingerichtet ist der Installationsplatz West der Baustelle an der Rheinstrasse. Der Installationsplatz Ost an der Frenkendörferstrasse folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Erst für das Jahr 2021 ist der Bau der SBB-Unterführung vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2022 geplant.

Kontakt
Tiefbauamt Kanton Basel-Landschaft
Dunja Feller, + 41 61 552 44 19, dunja.feller@bl.ch

Weiterführende Informationen
Newsletter Nr. 2, August 2019
Wichtige Stellen des Strassenprojekts
Fragen und Antworten
Übersichtsplan Verlegung Hauptverkehrsstrasse 3/7 und Verlängerung Tramlinie 14, Stand März 2015
Landratsvorlage Baukredit

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Kommunales Strassennetz
Ein differenziertes Netz kommunaler Strassen erschliesst das Entwicklungsgebiet. Sie werden abgestimmt auf die jeweils umgebenden Nutzungen ausgestaltet und bieten attraktive Zugänge und Aufenthaltsräume für alle Verkehrsarten.

Der Autoverkehr gelangt von der neuen Rauricastrasse über die beiden Kreisel «Zurlinden» und «Lohag» auf die Netzibodenstrasse bzw. die Lohagstrasse, von denen aus der zentrale Teil von Salina Raurica erschlossen wird. Die rheinnahen Gebiete der Gemeinde Augst werden ebenso wie das Quartier Längi mit dem Auto von der Frenkendörferstrasse im Osten her angesteuert – über die bisherige Kantonsstrasse, die hier zu einer Gemeindestrasse wird.

Mit der geplanten Verlängerung der Tramlinie wird die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr für das gesamte Gebiet markant verbessert und steigert die Attraktivität für Bewohner und Beschäftigte deutlich. Es profitieren auch die Quartiere ausserhalb von Salina Raurica vom Tram.

Die Verlängerung der Tramlinie 14 um 3,2 Kilometer bildet die wichtigste Massnahme um das Ziel zu erreichen, einen hohen Anteil des zusätzlichen Verkehrsaufkommens in Salina Raurica über den ÖV aufzunehmen. 2017 stimmte der Landrat der Linienführung zu.

Die Schätzung geht von rund 170 Mio. CHF Gesamtkosten aus. Die Verantwortung des Projekts liegt beim Kanton Basel-Landschaft bzw. beim Tiefbauamt. Der Bund wird sich voraussichtlich im Rahmen des Agglomerationsporgramms an den Kosten beteiligen.

Es musste genau geprüft werden, wo sich das Tram in bestehende Strassen integrieren lässt, wo neue Bauten (Über- und Unterführungen, Zufahrten etc.) notwendig sind und wo es sich nicht vermeiden lässt, dass das Trassee Privatgrundstücke betrifft. Mit diesen Grundeigentümern ist der Kanton bereits in Kontakt.

Die Tramlinie wird nach dem Bau ins Eigentum der Baselland Transport AG (BLT) übergehen und von den Basler Verkehrs-Betrieben betrieben werden.

Unterschiedliche Umsetzungshorizonte Tramverlängerung und Verlegung Rheinstrasse
Die Realisierung der Tramverlängerung kann zeitlich erst nach der Verlegung der Rheinstrasse erfolgen. Geplant wird eine Überbrückung mit der Verbesserung des bereits bestehenden Busangebotes.

Aktueller Stand

  • Der Landrat stimmte dem generellen Projekt zu.

Nächste Schritte

  • Landratsbeschluss über die Ausgabenbewilligung Projektierung
  • Erarbeitung des Bau- und Auflageprojektes

Kontakt
Tiefbauamt Kanton Basel-Landschaft
Axel Mühlemann, + 41 61 552 54 89, axel.muehlemann@bl.ch

 

LRV 2020-431 Salina-Raurica-Tramverlängerung

2020.09.02 Medienmitteilung Projektvorstellung Verlängerung Tramlinie 14 bis ins Gebiet Salina Raurica

2020.09.02_Präsentation_Medienkonferenz

Factsheet
Fragen und Antworten
Übersichtsplan

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Ein dichtes Fusswegnetz durchzieht das gesamte Entwicklungsgebiet Salina Raurica und bildet die Basis der verkehrlichen Erschliessung. Die verschiedenen Baubereiche, Naherholungsräume, ÖV-Haltestellen usw. werden so feinmaschig miteinander verknüpft.

Eine besondere Qualität wird im Bereich der bisherigen Kantonsstrasse, parallel zum Rhein, geschaffen. Mit dem Neubau der Rauricastrasse wird sie auf einer Länge von ca. 1.8 Kilometern zurückgebaut und dem Fuss- und Veloverkehr übergeben werden. Die Achse wird in eine Naherholungszone eingebettet sein. Das Projekt ist seit August 2018 rechtskräftig.

Seit den ersten Entwicklungsüberlegungen stellt die Erschliessung die bedeutendste Herausforderung in Salina Raurica dar. Das Entwicklungsgebiet wird für Velofahrende hochwertig erschlossen. Im Norden, Osten und Süden befinden sich kantonale Radrouten, welche die grossräumige Anbindung in alle Richtungen sicherstellen. Die nördliche Radroute erfährt ab 2023 eine erhebliche Aufwertung: Die Kantonsstrasse wird verlegt. Sobald die neue Strasse in Betrieb ist, kann die Rheinstrasse auf einer Länge von ca. 1.8 Kilometern zurückgebaut und dem Fuss- und Veloverkehr übergeben werden.

Die lokale Anbindung der einzelnen Quartiere und ihre Verbindung untereinander stellt das dichte Netz kommunaler Radrouten sicher, welches die Gemeinde Pratteln auf Basis ihres Strassennetzplans realisiert. Mit der Realisierung der Tramstrecke wird darüber hinaus auch für Velofahrende eine zusätzliche Querungsmöglichkeit über die Autobahn geschaffen.